Im Fokus

Hier stellen wir Ihnen eine Auswahl unserer Datensätze und neuesten Beiträge vor.
CCS – Comparative Candidate Survey
Der „Comparative Candidate Survey“ (CCS) ist als Reaktion auf eine steigende Anzahl an Kandidierendenbefragungen entstanden. Mehr oder weniger regelmässig werden diese in Australien, Deutschland, den Niederlanden, Neuseeland, im Vereinigten Königreich und in den Vereinigten Staaten durchgeführt. Das Ziel des CCS besteht darin, diese Einzelprojekte zu harmonisieren und einen länderübergreifend vergleichbaren Kern zu erschaffen. Er besteht einerseits aus einem international vereinbarten und auf die jeweiligen Gegebenheiten angepassten Kernfragebogen, und andererseits aus Fragen, die nationale und wahlspezifische Faktoren zu berücksichtigen versuchen. Im Zentrum des Kernfragebogens steht die Individualisierung von Wahlkampagnen, d.h. die empirische Frage, in welchem Ausmass Kandidierende ihre eigenen, von ihren jeweiligen Parteien unabhängigen Kampagnen führen.

Der CCS wird seit dem Jahre 2005 durchgeführt. Kandidierendenbefragungen, die den CCS-Fragebogen der ersten Welle verwenden, wurden im Rahmen von ungefähr 30 Parlamentswahlen durchgeführt. Die zweite Welle ging 2013 ins Feld und ist bis Ende 2018 geplant.

Datenzugang

Die CCS-Daten stehen auf unserer Online-Plattform FORSbase zur Verfügung. Der kumulierte Datensatz der ersten CCS-Befragungswelle (2005-2013) umfasst insgesamt 32 Wahlen der folgenden Länder: Australien, Österreich, Belgien, Kanada, die Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Island, Irland, Italien, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz und das Vereinigte Königreich. Die zweite Befragungswelle (2013 – 2018) umfasst insgesamt 18 Wahlen in 17 Ländern: Deutschland, Schweiz, Kanada, Griechenland, Australien, Schweden, Norwegen, Ungarn, Montenegro, Albanien, Island, Rumänien, Estland, Finnland, Portugal, Chile und Belgien.

Für den Datenzugang benötigen Sie ein FORSbase-Konto. Falls Sie noch nicht registriert sind, können Sie dies hier tun. Gehen Sie nach der Anmeldung auf die CCS-Katalogseite. Unter der Schaltfläche „Datensätze“ können Sie einen Datensatz auswählen und anschliessend auf „Daten herunterladen“ klicken. Ihre Anfrage wird dann durch den Datenzugangs-Ausschuss vom CCS geprüft (dies dauert in der Regel 1-2 Arbeitstage). Sobald die Bewilligung vorliegt, können Sie über FORSbase auf die Daten zugreifen.

Beschreibung der Studie und Datensätze in unserem FORSbase-Katalog.

Weitere Informationen auf der CCS-Website, oder kontaktieren Sie Laura Scaperrotta.

COCON – Schweizer Befragung von Kindern und Jugendlichen

Zentrales Forschungsziel

COCON erforscht aus einer Lebenslaufperspektive die Wechselwirkung zwischen den sozialen Bedingungen, in denen Kinder und Jugendliche aufwachsen, und deren Kompetenzentwicklung.

Analytisches Interesse

COCON untersucht die Voraussetzungen und Konsequenzen der Bewältigung von wichtigen Übergängen im kindlichen und jugendlichen Lebenslauf und erforscht, wie dadurch das Zusammenspiel von sozialen Bedingungen und Kompetenzentwicklung im Kindes- und Jugendalter beeinflusst wird.

Zentrale Bereiche der Datenerhebung sind:

  • Familie: Soziale Herkunft, Struktur und Interaktionen
  • Bildungs- und Erwerbsverläufe
  • Peers und Freizeit
  • Identität, Persönlichkeit und Wohlbefinden
  • Soziale und produktive Kompetenzen
  • Moral und Werte

Finanzierung

Die Studie wurde über mehrere Jahre vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt, zuerst als Teil des Nationalen Forschungsprogramms 52 „Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen im gesellschaftlichen Wandel“, anschliessend als sozialwissenschaftliches Forschungsinfrastrukturprojekt. COCON wird zudem vom Jacobs Center for Productive Youth Development der Universität Zürich finanziell unterstützt und ist Teil des Forschungsprogramms des Jacobs Centers.

Kohorten und Wellen

COCON umfasst drei Alterskohorten der deutsch- und französischsprachigen Schweiz. Jede Alterskohorte repräsentiert ein prototypisches Stadium im Prozess des Aufwachsens: mittlere Kindheit (6-Jährige); mittlere Adoleszenz (15-Jährige) und spätes Jugend- bzw. frühes Erwachsenenalter (21-Jährige). Die Kinderkohorte umfasst Kinder, die im Jahr 2006 6 Jahre alt waren. Ziel ist es, diese Kinder bis zum Alter von 21 Jahren zu begleiten. Zur Jugendkohorte gehören Jugendliche, die im Jahr 2006 15 Jahre alt waren. Sie standen damit grösstenteils unmittelbar vor dem Ende der obligatorischen Schule und kurz vor dem Übertritt in eine Berufsausbildung oder weiterführende Schule. In der Erwachsenenkohorte befinden sich rund 600 21-jährige junge Erwachsene, die im Jahr 2006 einmalig befragt wurden.

Zusätzliche Informationen zu der Studie und den Datensätzen finden Sie auf FORSbase.

Für ausführlichere Informationen über das Projekt besuchen Sie die COCON-Homepage.

Optimus Studie
Die Optimus Studie ist eine länderübergreifende Erhebung zu sexuellen Übergriffen und anderen Formen von Missbrauch an Kindern. Sie hat zum Ziel, dringend benötigte Nachweise für Risiken und protektive Faktoren zu erbringen, und wurde bislang in der Schweiz, in China und in Südafrika durchgeführt.

In der Schweiz wurde in den Jahren 2009 und 2010 eine epidemiologische Erhebung an Schulen durchgeführt, an der beinahe 7000 Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren teilnahmen. Die Befragung erhob die Lebenszeit- und Vorjahresprävalenzen von sexuellen Missbrauchserfahrungen für eine landesweit repräsentative Stichprobe, sowie Informationen über andere Missbrauchsformen, Risikofaktoren, protektive Faktoren und Auswirkungen von Misshandlungen. Erhalten Sie hier weitere Informationen über den Schweizer Datensatz.

Die chinesische Studie umfasste eine Haushaltsbefragung von 3321 Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren und 8945 Eltern von Kindern zwischen 0 und 17 Jahren sowie eine an Schulen durchgeführte Befragung von Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren. Erhalten Sie hier weitere Informationen über den chinesischen Datensatz.

In Südafrika wurde die Studie mit einer Stichprobe von mehr als 9000 Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren durchgeführt. Klicken Sie hier, um weitere Informationen zum südafrikanischen Datensatz zu erhalten.

Datenzugang

Die Schweizer, Chinesischen und Südafrikanischen Daten sind auf unserer Online-Plattform FORSbase verfügbar. Falls Sie noch nicht auf FORSbase registriert sind, können Sie dies hier tun. Gehen Sie nach der Anmeldung auf die Katalogseiten der Optimus Studie (Schweizer Daten, Chinesische Daten, Südafrikanische Daten). Unter der Schaltfläche «Datensätze» können Sie einen Datensatz auswählen und auf «Daten herunterladen» klicken. Ihre Anfrage wird dann durch den Datenzugangs-Ausschuss der Optimus Studie geprüft (dies dauert in der Regel 1-2 Arbeitstage). Sobald die Bewilligung vorliegt, können Sie über FORSbase auf die Daten zugreifen.

Weitere Informationen zur Optimus Studie erhalten Sie auf www.optimusstudy.org.

PISA – Internationale Schulleistungsstudie
PISA ist eine Erhebung, die seit 2000 alle drei Jahre unter den 15-jährigen Jugendlichen in den meisten Mitgliedstaaten der OECD und in weiteren Partnerländern durchgeführt wird. Sie erfasst das für den Alltag notwendige Wissen und Können am Ende der obligatorischen Schulzeit.

Die Schweiz hat die Möglichkeit ergriffen, sowohl die Population der 15-jährigen (internationale Stichprobe) als auch zusätzlich jene der Neuntklässler/innen (nationale Stichprobe) zu untersuchen. Die Stichprobe der Neuntklässler/innen erlaubt es, Vergleiche innerhalb des Landes zwischen den Sprachregionen und, dank der kantonalen Zusatzstichproben, auch zwischen den Kantonen durchzuführen.

Bei jedem Zyklus werden die drei Bereiche Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften getestet, wobei ein Bereich vertieft untersucht wird. Im Jahr 2000 bildete Lesen den Schwerpunkt der Erhebung, 2003 Mathematik und 2006 Naturwissenschaften. Das Lesen wurde erneut im Jahr 2009 vertieft untersucht und die Mathematik im Jahr 2012. Für das Jahr 2003 wurde zusätzlich das Thema Problemlösen erhoben.

Datenzugang

Die Schweizer PISA-Daten (NeuntklässlerInnen) der Jahre 2000, 2003, 2006, 2009 und 2012 werden Forschenden auf FORSbase zur Verfügung gestellt. Klicken Sie auf die Jahreszahlen, um zu den entsprechenden Daten und Dokumentationen zu gelangen.

Die internationalen PISA-Daten (15-jährige SchülerInnen) sind direkt über die PISA-Seite der OECD erhältlich.

POW – People on War
Zum 50. Jubiläum der Unterzeichnung der Genfer Konventionen hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) das Projekt People on War lanciert. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden zwischen 1998 und 1999 Umfragen in 17 Ländern durchgeführt. Zwölf dieser Länder waren in den vergangenen Jahren oder sind bis heute Schauplätze bewaffneter Konflikte. Ziel der Umfrage war es, die Zivilbevölkerung und die Waffenträger zu Wort kommen zu lassen. Die Umfrage wurde ebenfalls in fünf Ländern durchgeführt, die sich für die Verbreitung des Humanitären Völkerrechts einsetzen.

Im Jahr 2009 wurde eine ähnliche Umfrage unter dem Titel „Our world. Views from the field“ in acht Ländern durchgeführt, in denen bewaffnete Konflikte oder andere Situationen bewaffneter Gewalt stattfanden oder stattgefunden hatten. Ziel war es, ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse und Erwartungen der Menschen zu entwickeln, Ansichten und Meinungen zu sammeln und denjenigen, die von bewaffneten Konflikten und Gewalt betroffen waren, eine Stimme zu geben.

Die Ersterhebung von „People on War“ wurde 2016 in elf von bewaffneten Konflikten betroffenen Ländern sowie in den fünf ständigen Mitgliedsländern des UN-Sicherheitsrats und in der Schweiz erneut durchgeführt. Die Wiederholung einer Reihe derselben Fragen erlaubt den Vergleich der Antworten über die Zeit.

Projektbeschreibung und Datenzugang auf FORSbase

People on War UK Survey 2007

Um den 30. Jahrestag der Zusatzprotokolle der Genfer Konventionen zu prägen, hat das Internationale Komitee des Roten Kreuzes die Befragung People on War, welche 1999 in 17 Ländern durchgeführt wurde, wiederholt. Einer repräsentativen Stichprobe von 1000 Personen wurden die Schlüsselfragen der Befragung von 1999 gestellt, um die Veränderung der britischen öffentlichen Meinung zu beobachten.

Projektbeschreibung und Datenzugang auf FORSbase

Die Nachabstimmungsumfragen
Seit 1977 wird in der Schweiz nach jeder Volksabstimmung eine Umfrage durchgeführt, die eine bessere Einsicht in das Wahlverhalten der Schweizer Bürgerinnen und Bürger ermöglicht. Bis Juni 2016 trugen diese Umfragen den Namen VOX, ab Herbst 2016 wurden sie durch die VOTO-Umfragen abgelöst. Angesichts der Entwicklung und der Veränderungen der Nachabstimmungsumfragen wurde eine Standardisierung der Variablen erforderlich. Die standardisierten Nachabstimmungsumfragen VoxIt sind aus diesem Harmonisierungsprojekt der VOX-Umfragen hervorgegangen. Mithilfe der kumulierten Dateien lassen sich Analysen über die Gesamtheit der Abstimmungen durchführen.

Die VOX-Umfragen

Von 1977 bis 2016 wurden die VOX-Umfragen zwei bis drei Wochen nach jeder Volksabstimmung an einer repräsentativen Stichprobe von Stimmberechtigten durchgeführt. Die Hauptthemen der telefonischen Befragung betreffen die politischen Meinungen und Verhaltensweisen, die Partei- und Vereinszugehörigkeit, den Kenntnisgrad der Vorlagen, die verschiedenen Aspekte des Wahlentscheids, die Meinungsbildung und die Einschätzung der Wichtigkeit jeder Vorlage.

Die Umfragedaten der Abstimmungen zwischen dem 14. Juni 1981 (VOX15) und dem 5. Juni 2016 (VOX 121) sind bei FORS archiviert und über unser Portal FORSbase zugänglich. Da die VOX-Umfragen bisher noch keiner systematischen Kontrolle unterzogen wurden, übernimmt FORS keine Verantwortung für mögliche Fehler in diesem Material.

Die VOTO-Umfragen

Die VOTO-Umfragen untersuchen nach jeder eidgenössischen Volksabstimmung die Beweggründe für die (Nicht-)Teilnahme und die Wahlentscheide der Schweizer Stimmberechtigten. Um Kontinuität zu gewährleisten, wurden die meisten Fragen der vorangegangenen VOX-Umfragen übernommen. Für jeden Abstimmungstermin sind auf der VOTO-Website ein Bericht und eine Zusammenfassung frei verfügbar, während die Daten über FORSbase zugänglich sind.

Die standardisierten Umfragen VoxIt

Die VoxIt-Daten fassen Informationen aus mehreren Quellen in einer einzigen Datei zusammen. Erstens integrieren und harmonisieren sie die wichtigsten Variablen der Nachabstimmungsumfragen (VOX). Diesem Typ von Variablen werden verschiedene Informationen hinzugefügt, z.B. der Abstimmungstermin, die Resultate jeder Vorlage, die Wahlbeteiligung, die Parolen des Bundesrats und der wichtigsten Parteien. Zusätzlich beinhalten die standardisierten Umfragen eine weitere Art von Variablen, die ausschliesslich mit dem Ziel erstellt wurden, gewisse Daten zu synthetisieren und/oder Vergleiche zwischen allen zur Verfügung stehenden Umfragen zu ermöglichen.

Die verschiedenen Datensätze sind sowohl auf FORSbase (kumulierte Dateien) als auch auf Nesstar (Einzeldateien für Abstimmungstermine und -vorlagen) verfügbar.

TREE – Transitionen von der Erstausbildung ins Erwachsenenalter
TREE (Transitionen von der Erstausbildung ins Erwerbsleben) ist eine gesamtschweizerische, längsschnittlich angelegte Befragung zum Übergang Jugendlicher von der Schule ins Erwachsenenleben. Im Zentrum der Untersuchung stehen die Ausbildungs- und Erwerbsverläufe nach Austritt aus der obligatorischen Schule. Die erste Stichprobe (TREE1) umfasst über 6’000 Jugendliche, die im Jahr 2000 am Projekt PISA (Programme for International Student Assessment) teilnahmen und im selben Jahr aus der Schulpflicht entlassen wurden. Die Stichprobe wurde bisher insgesamt neun Mal nachbefragt, 2001 bis 2007 im jährlichen Rhythmus sowie 2010 und 2014. Eine weitere Nachbefragung ist für 2019 im durchschnittlichen Alter von 35 Jahren geplant. Eine zweite Stichprobe (TREE2) wird seit 2016 längsschnittlich befragt. Damit wurde TREE zu einer der weltweit wenigen Multi-Kohorten-Studien ausgebaut, welche kohortenvergleichende Analysen ermöglichen.

Mehr Details finden Sie auf der Projektwebsite und auf FORSbase.