Kooperationen

Neben der engen Vernetzung mit anderen Archiven hat der FORS Datenservice wissenschaftliche Kontakte und institutionelle Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene geknüpft.

Nationale Kooperationen

Bundesamtes für Statistik - BFS
Seit seiner Gründung hat FORS mehrere Kooperationen mit dem Bundesamt für Statistik (BFS) entwickelt, insbesondere im Hinblick auf die Förderung der Nutzung von Erhebungen der öffentlichen Statistik für Forschungszwecke.

Diese Erhebungen umfassen eine Vielzahl von Themen wie Wirtschaft, Bildung, Mobilität und Gesundheit, und haben zum Ziel, die Entwicklung der Gesellschaft als Ganzes zu verstehen. Um die Nutzung dieser Daten zu fördern, bietet der FORS Datenservice:

Forschungszentren für Bildung
Um Mehrfacherhebungen zu vermeiden, hat FORS mit den untenstehenden Organisationen, die ebenfalls Forschungsprojekte erfassen, Kooperationsabsprachen zum Austausch relevanter Informationen getroffen. Projektbeschreibungen, die Sie bereits bei einer der nachfolgenden Datenbanken eingegeben haben, werden dadurch automatisch an FORS übermittelt und brauchen nicht mehr auf FORSbase registriert zu werden.

Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung – SKBF

Die SKBF fördert den Austausch von Informationen und die Zusammenarbeit zwischen Forschenden im Bildungsbereich. Sie stellt auch das Sekretariat der Schweizerischen Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF) und beherbergt ihre Archive.

Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik – SZH

Das SZH ist ein Dokumentationszentrum, das sich mit Fragen bezüglich der Bildung, Schule und Ausbildung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Behinderungen befasst. Es bietet eine Informationsplattform, organisiert Seminare und veröffentlicht die Revue suisse de pédagogie spécialisée sowie die Zeitschrift für Schweizerische Heilpädagogik. FORSbase beherbergt die Projektbeschreibungen sowie Daten im Bereich der Sonderpädagogik.

Service de la recherche en éducation – SRED

Der SRED führt diverse Forschungsprojekte durch und erstellt eine Reihe von Indikatoren und öffentlichen Statistiken für den Kanton Genf. Er trägt zur Überwachung und Bewertung des Genfer Schul- und Ausbildungssystems und deren Bedürfnisse bei.

Administration Research Actions Management Information System - ARAMIS
Das Informationssystem ARAMIS (Administration Research Actions Management Information System) enthält Informationen über Forschungsprojekte und Evaluationen, die der Bund selber durchführt oder finanziert. Es besteht seit 1997 und dient der Koordination der Forschungsaktivitäten der Bundesverwaltung.

FORS hat eine Vereinbarung über den Austausch relevanter Informationen mit ARAMIS getroffen. Die in dieser Datenbank gespeicherten Projekte werden direkt an FORS übertragen und müssen nicht mehr auf FORSbase registriert werden. Die ARAMIS-Datenbank wird online veröffentlicht.

Internationale Kooperationen

Angesichts der Globalisierung und der Internationalisierungsprozesse sind internationale Kooperationen in allen Bereichen, und insbesondere für die wissenschaftliche Gemeinschaft, von hoher Bedeutung. Einerseits vereinfachen sie den Austausch und die Verbreitung von Informationen und Daten zwischen verschiedenen Ländern, andererseits ermöglichen sie den Austausch internationaler Erfahrungen und führen zu einer effizienteren Nutzung bereitgestellter Daten und finanzieller Mittel.

Vor diesem Hintergrund arbeitet der FORS Datenservice weltweit mit verschiedenen Institutionen zusammen und stellt seine gesamten Daten der nationalen und internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft kostenlos zur Verfügung.

Consortium of European Social Science Data Archives - CESSDA ERIC
FORS ist Mitglied des CESSDA ERIC Konsortiums (European Research Infrastructure Consortium), einem Netzwerk europäischer sozialwissenschaftlicher Datenarchive, das als Koordinierungsstelle zur Definition von Dokumentationsstandards beiträgt, den Datenverkehr innerhalb des Netzwerks steuert und den internationalen Austausch fördert. Die Mitgliedschaft von FORS ermöglicht Schweizer Forschenden einen vereinfachten Zugang zu den Daten aller zugehörigen Archive.
Inter-university Consortium for Political and Social Research - ICPSR
Das ICPSR ist weltweit eines der ältesten und sicherlich wichtigsten Datenarchive. Dieses Konsortium, das der Universität von Michigan in Ann Arbor angegliedert ist, bietet Zugriff auf US-Datensätze, aber auch auf die wichtigsten ausländischen Daten, zum Beispiel auf das Eurobarometer der Europäischen Union. Das ICPSR stützt sich auf ein Netzwerk institutioneller Mitglieder, in der Regel Universitäten, Hochschulen oder Forschungsinstitute, die ebenfalls finanzielle Mittel bereitstellen. Jede Mitgliedsorganisation hat eine offizielle Vertretung, diese ist der Ansprechpartner für Forschende, die sich Unterstützung bei der Datensuche wünschen. Mitarbeitende und Studierende von Mitgliedsschulen und -instituten haben freien Zugang zu den Daten. Das ICPSR hat ein Authentifizierungssystem implementiert, das einen direkten Zugriff auf die Daten ermöglicht, wenn diese über eine Stelle in einer Mitgliedsorganisation heruntergeladen werden.

In der Schweiz wird der Zugang zu ICPSR-Daten über drei Institutionen koordiniert:

InstitutionZugang zu den Daten Vertreter
FORSDirekter Zugang für Mitarbeitende und Studierende der Universitäten Lausanne, Fribourg, Neuenburg, Bern, Basel und St. Gallen, der Eidgenössischen Technischen Hochschulen und der sozialwissenschaftlichen HES. (Für diese HES wird der Direktzugang bald möglich sein. Interessierte Personen können sich dann an den ICPSR-Vertreter bei FORS wenden.Stefan Buerli
Universität GenfDas Personal und die Studierenden der Universität Genf müssen die Daten beim offiziellen Vertreter anfordern Eugène Horber
Universität Zürich Direkter Zugang für das Personal und die Studierenden der Universität Zürich Daniele Helminger

Cross-National Data Center in Luxembourg - LIS
Das LIS ist ein internationales Datenzentrum, das Forschenden eine harmonisierte Datenbank zu sozioökonomischen Aspekten zur Verfügung stellt. Es integriert Mikrodaten aus verschiedenen nationalen Erhebungen, die in regelmässigen Abständen in den 41 teilnehmenden Ländern durchgeführt werden, einschliesslich der Schweiz. Die Stärke dieser Datenbank besteht darin, dass sie sowohl internationale als auch Langzeitvergleiche ermöglicht. Deshalb sind diese Daten bei Studierenden der Politik-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und bei Forschenden, die in den Bereichen Armut und Einkommensungleichheit arbeiten, sehr beliebt.

Da die Schweiz Mitglied des Projekts ist, können sich Forschende und Studierende aus der Schweiz bei LIS registrieren, und die vorhandenen Daten gemäss der LIS-Standards nutzen. Jeden Sommer wird in Luxemburg ein Workshop durchgeführt, in dessen Rahmen Teilnehmende die Datenbank und ihre Nutzungsmöglichkeiten besser kennenlernen können. Weitere Informationen sind auf der Website verfügbar. Dort finden Sie ausserdem mehrere hundert „Working Papers“, die LIS zur freien Verfügung stellt.