Richtlinien

Open Data

FORS fördert den offenen Datenzugang, das Teilen von Daten und die Sekundäranalyse. Darüber hinaus bietet FORS kostenlose Archivdienstleistungen an und stellt Forschenden die Expertise von erfahrenen Sozialwissenschaftlern zu allen Aspekten der Erstellung und dem Management von Forschungsdaten zur Verfügung. Dies umfasst auch das Verknüpfen von Daten aus verschiedenen Quellen.

Die Online-Plattform FORSbase ermöglicht Forschenden, ihre Daten (sowohl quantitative als auch qualitative) zur Langzeitarchivierung und zum Teilen selbst zu dokumentieren und zu hinterlegen. Mit diesem wichtigen Instrument und den damit verbundenen Unterstützungsdiensten fördert und erleichtert FORS die Forschungstransparenz, den Datenaustausch und die Wiederverwendung von Daten in der Schweiz und Europa.

FORS setzt sich für einen offenen Zugang zu Daten und Publikationen ein. Daten und Publikationen, die aus Forschungsprojekten bei FORS oder mit Beteiligung von FORS-Mitarbeitern entstehen, müssen im Rahmen des Urheberrechts frei im Internet zugänglich sein. Open Data hat für die Sozialwissenschaften unter anderem folgende Vorteile:

  • Mehr Transparenz im wissenschaftlichen Prozess
  • Stärkere Nutzung vorhandener Daten und geringerer Bedarf an neuen Erhebungen
  • Schnelleres Voranschreiten der Forschung
  • Mehr Innovation und Verbreitung bewährter Verfahren in der Forschung
  • Entwicklung neuer Formen der wissenschaftlichen Zusammenarbeit

Leitfaden for Forschende: Open access to data and publication

Archivierung

Die Datenauswahl und -bewertung spielt in jedem Archiv eine wichtige Rolle bei der Datenerfassung. Die Akquisitionsrichtlinie beinhaltet die Grundsätze und Kriterien, nach denen das Archiv seine Datenauswahl vornimmt, um der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu dienen. Die Akquisitionsrichtlinie von DARIS ist flexibel und antizipiert zukünftige Entwicklungen und sich ändernde Anforderungen, die die Datenerfassung des Archivs beeinflussen werden.

Detailliertere Informationen finden Sie hier: Archival Acquisition Policy.

Datenschutz

FORS verfolgt die Philosophie des Open Access und ist darum bemüht, den Zugang zu den Daten möglichst einfach zu gestalten, gleichzeitig aber auch die Rechte von Studienteilnehmenden und Datenhinterlegenden zu schützen. Wir stützen uns dabei auf eine Kombination von einfachen Anonymisierungstechniken (z.B. das Entfernen von identifizierenden Variablen), Zugangsberechtigungskriterien, Einverständniserklärungen der Studienteilnehmenden, und Nutzungsverträge, um die Vertraulichkeit zu gewährleisten. Wir sind bestrebt, unsere Praktiken entsprechend dem schweizerischen Datenschutzgesetz zu gestalten.

Schutz der Daten aus quantitativer Forschung

Datenanonymisierung: Die Abteilung für Daten- und Forschungsinformationsdienste DARIS bietet grundsätzlich nur anonymisierte Datensätze an, bei denen direkte Identifikatoren, die eine Identifikation von TeilnehmerInnen ermöglichen würden, entfernt wurden. Beispiele sind Namen und Adressen.

Zugangsberechtigungskriterien: Wir gewähren generell nur Forschenden und Studierenden mit einer Zugehörigkeit zu einer Hochschule oder anderen Forschungsinstitution Zugriff auf unsere Daten. Es können sich jedoch auch Forschende ausserhalb dieser Institutionen für den Zugang bewerben. Solche Anfragen werden jeweils sorgfältig geprüft.

Nutzungsvertrag: Zugang zu den Datensätzen erfolgt nach Akzeptierung eines Vertrages. Dieser verpflichtet die Datennutzenden, die Daten ordnungsgemäss zu benützen und zu zitieren, sie nur für wissenschaftliche Forschung und die Ausbildung im akademischen Rahmen, gemäss dem im Vertrag erläuterten Projekt, und in Übereinstimmung mit den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis zu verwenden. Ein Beispiel des Nutzungsvertrages erhalten Sie hier.

Schutz von Daten aus qualitativer Forschung

Einverständniserklärungen und Anonymisierung: DARIS stellt nur dann unvollständig anonymisierte qualitative Daten (Audio-und Videoaufnahmen, Transkripte) zur Verfügung, wenn die Studienteilnehmenden den Forschenden ihre Einwilligung zur Verwendung der Daten für wissenschaftliche Forschungszwecke und Sekundäranalysen gegeben haben. Sind die Texttranskriptionen jedoch vollständig anonymisiert, können diese auch ohne vorliegende Einverständniserklärungen abgegeben werden, da es in diesen Fällen beinahe unmöglich ist, einzelne Studienteilnehmende zu identifizieren. Es sei angemerkt, dass es sehr selten vorkommt, dass Texttranskriptionen vollständig anonymisiert vorliegen, und DARIS dafür keine Verantwortung übernimmt.

Zugangsberechtigungskriterien: Zugang zu qualitativen Daten ist generell auf Forschende und Studierende von Universitäten, (Fach)Hochschulen und anderen Forschungsinstitutionen beschränkt. Es können sich jedoch auch Forschende ausserhalb dieser Institutionen für den Zugang bewerben. Solche Anfragen werden jeweils sorgfältig geprüft. Zugang wird nur für Forschungsprojekte oder zu Lehrzwecken gewährt und nur bei ausreichender Begründung des Bedarfs an den Daten.

Nutzungsvertrag: Bevor die Daten bezogen werden können, muss ein Nutzungsvertrag akzeptiert werden, der zur Erfüllung spezifischer Bedingungen verpflichtet. Dazu gehören zum Beispiel die korrekte Verwendung und Aufbewahrung der Daten sowie das Beachten der Vertraulichkeit der einzelnen Studienteilnehmenden. Alle Anfragen auf Datenzugang müssen eine Beschreibung des Projektes und eine Erklärung über die Verwendung der Daten enthalten.

Für mehr Informationen zum Datenschutz und zur Archivierung siehe: Policy on archiving qualitative data.

Rechte und Interessen der Datenhinterlegenden

Neben den Rechten der Studienteilnehmenden wahrt DARIS auch bestimmte Rechte und Interessen derjenigen, die die Daten bei uns zwecks Archivierung hinterlegen.

  • Datenhinterlegende behalten die Autorenrechte an den Daten, welche sie bei DARIS hinterlegen.
  • Datenhinterlegende können verlangen, regelmässig über die Verwendung der deponierten Daten informiert zu werden.
  • Falls die Daten vor der Publikation der Resultate hinterlegt werden, können die Daten mit einem Embargo auf die Herausgabe versehen werden.
  • DARIS verpflichtet die Datennutzenden, die Daten in allen Publikationen, die sich auf die verwendeten Daten beziehen, zu zitieren.

Diese und weitere Rechte und Pflichten finden Sie im Hinterlegungsvertrag.

Langzeiterhaltung

Die Richtlinie zur Langzeiterhaltung gibt einen Überblick über die archivarischen Geschäftsprozesse von FORS, sowie über die Ziele und Grundsätze beim Umgang mit Daten. Sie richtet sich an FORS-Mitarbeiter sowie Forschungsförderer, Datenproduzenten und -nutzer und andere interessierte Zielgruppen.
Der Geltungsbereich der Richtlinie ist die Abteilung für Daten- und Forschungsinformationsdienste DARIS von FORS. Beschrieben werden Erhaltungsstrategien und -prinzipien sowie die Verantwortlichkeiten und Verfahren, die mit der Sicherstellung einer angemessenen Aufbewahrung und dem Zugriff auf die im Archiv gespeicherten Daten verbunden sind.

Sie können die Richtlinie hier aufrufen.