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FORS organises a symposium on the theme of the re-use of research data in education

The 2017 Congress of the Swiss Society for Research in Education (SSRE) will take place in Fribourg on June 26-28. As part of this Congress FORS organises a symposium on the theme of the re-use of research data in education (Wednesday June 28, 10.30).

The symposium will be held in German. Below, some information:

In diesem Symposium wird das Potential und die Probleme hinsichtlich der Wiederverwendung von Bildungsdaten beleuchtet. Die Wiederverwendung von Bildungsdaten bezieht sich darauf, dass Forschende Daten verwenden, die von anderen Forschenden produziert wurden. Insbesondere in den Bildungswissenschaften hat die Wiederverwendung von Forschungsdaten grosses Potential, wird jedoch im Schweizer Kontext bisher weniger angewandt als es möglich wäre

Chair des Symposiums ist Dr. Vera Husfeldt. Diskutant: Prof. Peter Farago (FORS)

Im Symposium stellt  u.a. Dr. Marieke Heers (FORS) folgenden Beitrag vor:

Wiederverwendung von Bildungsdaten: Chancen und Herausforderungen

In vielen Bereichen der Sozialwissenschaften ist das Interesse an der Wiederverwendung von Forschungsdaten in den letzten Jahren stark gestiegen. Das heisst, dass Daten auch über das Projekt für das sie anfänglich erhoben wurden, hinaus verwendet werden können. Dieses bezieht sich sowohl auf quantitative, als auch auf qualitative Daten. Die Gründe für die wachsende Popularität von Sekundärdaten sind divers. Zum einen ist das Verständnis darüber gewachsen, dass Daten in den Sozialwissenschaften meist über öffentliche Mittel finanziert werden und deshalb bestmöglich ausgeschöpft und analysiert werden sollten. Zum anderen verlangen wissenschaftliche Fachzeitschriften zunehmend, dass die Daten auf denen Artikel beruhen, verfügbar gemacht werden. Letzteres soll Transparenz schaffen und Replikationen der Analysen ermöglichen. Darüber hinaus verlangen die Geldgeber zunehmend, dass die Daten nach Ende des Projektes auch anderen Forschenden zur Verfügung gestellt werden. Der SNF spielt hierbei eine wichtige Rolle. Mancherorts wird bereits von der „Forschungskultur des Verfügbarmachens“ gesprochen, die das Teilen von Daten mit anderen Forschenden beschreibt.

Auch Daten aus den Bildungswissenschaften eignen sich für Sekundäranalysen und in vielen Ländern wird dieses zunehmend populärer. Es gibt verschiedene Gründe, Bildungsdaten auch über das primäre Forschungsprojekt hinaus zu verwenden: Aufgrund der zahlreichen Studien, die im Bildungskontext durchgeführt werden, wird es für Forschende immer schwieriger Zugang zu Schulen zu erhalten, um dort Daten zu erheben. Grosse Samples sind für individuelle und insbesondere für junge Forschende (Doktoranden) mit wenig Budget schwer zu rekrutieren. Ausserdem ist die Erhebung und Aufbereitung dieser Daten oft zeit- und kostenintensiv. Um Zeit und Geld zu sparen, können Forschende deshalb auf existierende Daten zurückgreifen und diese unter neuen Fragestellungen analysieren. Die Präsentation zeigt mögliche Gründe für die bisherige Zurückhaltung der Forschenden auf.

Im nächsten Teil geht die Präsentation darauf ein, dass Forschende auf die Bereitschaft anderer Forschender angewiesen sind, die ihre Daten für Sekundäranalysen zur Verfügung stellen. Derzeit gibt es noch viele Vorbehalte, die hier beleuchtet werden. Neben der Bereitschaft zum Teilen, ist eine weitere wichtige Voraussetzung für das Verfügbarmachen von Daten, dass diese von den Primärforschern so aufbereitet und dokumentiert werden, dass andere Forschende sie hinsichtlich ihrer Fragestellungen analysieren können.

Anschliessend wird aufgezeigt, dass Sekundärdaten im Bildungsbereich auch für die Lehre ein grosses Potential darstellen, z.B. in der Lehrerausbildung. Am Ende der Präsentation wird ein kurzer Überblick darüber gegeben, welche Daten bei FORS zur Verfügung stehen.

 

Mehr Informationen zum Symposium und zu den einzelnen Beiträgen.